Schießsport

Schießsport

Der Schießsport in der Hubertusgilde ist seit dem zweiten Weltkrieg eine der treibenden Kräfte insbesondere auch in der Jugendarbeit. In den letzten 2 Jahrzehnten entwickelte sich daraus quasi ein kleiner Sportverein.
Dies führte aus der Hubertusgilde heraus zu zwei Vereinsneugründen, dem Bogensportverein Kevelaer und der Schießsportgruppe Kevelaer.

Die Hubertusgilde selbst beschränkt sich heute wieder auf das Sportschiessen im Bereich der historischen Bruderschaften.

Schießsport für Jung und Alt

In der Hubertusgilde wird der Schießsport in der Schießgruppe von Jung und Alt betrieben. Der Schießsport ist in Mannschaften nach Altersklassen, Schüler, Jugend, Schützen, Alters- und Senioren-Klasse organisiert. Jedes Mitglied der Gilde kann ohne zusätzlichen Beitrag am sportlichen Schießen teilnehmen. Mitglied der Gilde kann jede männliche Person ab 16 Jahren werden, die einer christlichen Konfession angehört. Kinder, Jugendliche und Frauen haben die Möglichkeit sich in der Schießgruppe anzumelden. Die Beiträge sind nach Altersgruppen bis 14, 14 bis 18 und über 18 Jahre gestaffelt (siehe hierzu auch die Beitragsordnung). Männliche Jugendliche können in der Schießgruppe angemeldet bleiben bis zum 25. Lebensjahr, danach ist es obligatorisch Mitglied der Gilde zu werden.

Für das sportliche Schießen steht eine Schießanlage im Vereinshaus mit 8 Ständen zur Verfügung. Dort kann mit Luftgewehr und Luftpistole geschossen werden. Die Verbrauchsmaterialien wie z.B. Scheiben und Munition und die Gewehre werden vom Verein gestellt. Auf der Stadtbundschießanlage in der Josef-Schotten-Schützenhalle bei Scholten in Kevelaer besteht darüber hinaus die Möglichkeit zum Kleinkaliber-Schießen.

Übungszeiten / Kontakt
Satzung und Beitragsordnung

Schießsport im historischen Bereich

Auch im Bund der historischen deutschen Schützenbruderschaften wird Sportschießen betrieben. Insbesondere die Rundenwettkämpfe waren und sind dabei die Grundlage für die breite Einbindung des Schießsports im Verein. Dabei kommt in den acht Mannschaften, die oft schon seit der Schülerzeit zusammen schießen, gerade die Geselligkeit nicht zu kurz.

Bei den Bundesmeisterschaften haben unsere Schützen seit 15 Jahren ununterbrochen Bundesmeister gestellt. Die Schülermannschaft mit Robert Achten, Andreas Joosten, Michael Maas und Dirk Welbers machten hier 1990 den Anfang.

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Besondere Höhepunkte waren darüber hinaus die Jungschützentage. Dabei konnten die Auswahlmannschaften des Landesbezirks und der Diözese, die fast ausschließlich aus Schützen der Schießgruppe bestanden, unzählige Pokale gewinnen. Den Bundespokal konnte 2003 die Diözesanauswahl in Würselen zum dritten Mal in Folge gewinnen, der nun im Hubertushaus ein neues Zuhause gefunden hat.

Prinzenschießen

1974 wurde das Prinzenschießen beim Preis- und Königsschießen eingeführt. Hier haben die Schüler oft den ersten Kontakt zur Gilde und zum Schießsport. Dieses Schlüsselerlebnis bindet die Schüler oft ein Leben lang an den Verein. Die Aufregung und der Jubel beim letzten Schuss, wenn der Vogel fällt, braucht sich dabei nicht hinter denen der „Großen“ zu verstecken. Im Jahr 2003 wurde bei den Schülern das Schießen mit der Armbrust eingeführt, was die besondere Aufmerksamkeit der Zuschauer sicherte und der Schülerprinz bzw. Prinzessin ernennt nun einen Adjutanten bzw. eine Adjutantin.

Beim Prinzenschießen auf den höheren Ebenen, bei denen jeweils drei Schüsse mit dem Luftgewehr in Schützentracht abgegeben werden, konnte unser Nachwuchs ebenfalls große Erfolge erringen. Die bisherigen Preisträger waren:

Schießen im RSB

Der Schießsport gehört seit Beginn der Olympischen Spiele zu den anerkannten Wettkampfdisziplinen. Der Deutsche Schützenbund ist der viertgrößte Verband im Deutschen Sportbund und gehört damit zu den echten Breitensportarten. Jeder kann beim Schießen (auch wenn die Gesamtringzahl klein bleibt), sein Erfolgserlebnis haben: Den Schuss in die Zehn.

Dazu ist aber volle Konzentration auf die Schussabgabe notwendig. Deshalb ist für Hektik beim Schießen kein Platz. Dies mag ein Grund für die stetig steigende Mitgliederzahl in dieser Sportart sein, denn Ruhe, Distanz vom negativen Stress, Stärkung der Konzentrationsfähigkeit und Kameradschaft sind die guten Nebenwirkungen des Schießsports.

Auf der anderen Seite ist diese innere Ruhe aber wohl auch dafür verantwortlich gewesen, dass die Sportschützen im Vergleich zu anderen Sportarten früher in der öffentlichen Darstellung ein Schattendasein fristeten. Die Zuschauer vermissten Spannung und “Aktion”. Das hat sich jedoch durch die Änderung des Regelwerkes und den Einsatz von moderner Technik vollständig geändert. Der Schießsport kann heute ein echtes Erlebnis für die Zuschauer sein und medien­wirksam vermittelt werden.

So wollen wir den Schießsport heute offen und spannend vermitteln, um auch weiterhin Nachwuchs für die Gilde zu gewinnen, denn nur wer die Jugend hat, hat auch die Zukunft. Über den Schießsport wollen wir gleichzeitig unsere Traditionen der Jugend vermitteln. Diesen Weg beschreitet die Schießgruppe seit Jahrzehnten sehr erfolgreich.

Der Schießsport wird schon seit Anfang der 50er Jahre in der Gilde betrieben. Seit Ende der 60er Jahre wird in der Schießgruppe die intensive Arbeit für den Schießsport und die Jugend in der Form geleistet, wie man sie noch heute kennt. Diese Arbeit in der Gilde, aber auch in der Region, ist mit Rudi Joosten fest verbunden, der seit 1969 für den Schießsport und die Jugendarbeit maßgeblich verantwortlich ist. Ganze Schülergenerationen haben dabei über die Schießgruppe den Weg in die Gilde gefunden. So sind heute in der Gilde und der Schießgruppe über 70 Schüler und Jugendliche. Von den rund 250 Mitgliedern nehmen über 100 Mitglieder regelmäßig am Schießsport teil.

Neue Dimensionen im Schießsport

Seit 1981 ist die Schießgruppe Mitglied des Rheinischen Schützenbundes (RSB) und betreibt damit Sportschießen im Deutschen Sportbund. Die Schießgruppe stellt seit Jahren den erfolgreichsten Nachwuchs im Bezirk Linker Niederrhein und ist eine Talentschmiede für den RSB. Die vielen Erfolge auf Bezirks- und Landesebene können hier gar nicht aufgezählt werden. Seit 1991 stellt die Schießgruppe ununterbrochen Landesmeister. Darüberhinaus haben sich Schützen seitdem jedes Jahr für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Gleich im ersten Jahr verwirklichte sich dabei Andreas Joosten (heute Hiep) als Schüler den Traum eines jeden Sportlers: “Einmal auf dem Treppchen bei der Deutschen Meisterschaft zu stehen”. Mit 286 von 300 möglichen Ringen erreichte er den 3. Platz im Wettbewerb Luftgewehr 3-Stellungskampf.

Weitere Höhepunkte bei den Deutschen Meisterschaften waren die Vizemeisterschaft 1995 und 1996 sogar die Deutsche Meisterschaft für Anne Roest als Schülerin in der Disziplin Luftgewehr. Im Jahr danach erreichte sie in der Jugendklasse den 4. Platz mit dem Kleinkalibergewehr.

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Deutsche Meisterin 1996 mit dem Luftgewehr: Anne Roest

Die erfolgreichste Mannschaft war die Schülermannschaft 1994 mit Stefanie Hiep, Guido Joosten und Lisa Selders in der Disziplin LG 3-Stellung, als sie den 6. Platz erreichten. Stefanie Hiep erzielte dabei mit 290 Ringen ebenfalls den 6. Platz, nur einen Ring hinter der Deutschen Meisterin.

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Zielsichere Schützen der Schießgruppe:
Andreas Joosten, Lisa Selders und Guido Joosten.

Seit 1995 hat die Schießgruppe sechs Mal die Schülermannschaft als Auswahlmannschaft des RSB beim Shooty-Cup während den Deutschen Meisterschaften gestellt. Dabei erreichte sie zwei Mal den 3. Platz. Maren Leygraf erzielte im Jahr 2002 bei diesem Wettbewerb mit 196 Ringen einen neuen Landesrekord.

Neben den Meisterschaften hat die Schießgruppe auch in den Runden­wettkämpfen seit 1981 eine stetige Entwicklung genommen. Aus der Bezirksliga schaffte die erste Mannschaft 1991 den Aufstieg in die Landesliga. Die nächste Stufe zur Oberliga-Nord erreichten die Schützen 1996. In der Rheinlandliga, der dritthöchsten Liga Deutschlands, schossen die Schützen 1999. Danach dominierten die Schützen der ersten Mannschaft wieder die Oberliga.

Die erfolgreichste Saison liegt für die Schützen gerade hinter ihnen. Mit 14 : 0 schafften sie einen glatten Durchmarsch. Höhepunkte waren dabei die Heimkämpfe im Rahmen des erstmalig ausgetragenen Niederrhein Cups in der Zweifachturnhalle. Am Ende wurde die Mannschaft abermals Oberligameister und konnte sich damit für die Relegationswettkämpfe zum Aufstieg in die Rheinlandliga qualifizieren. Im Leistungsstützpunkt Frechen fehlten nach 400 Schüssen dann jedoch lediglich 5 Ringe, um die Rheinlandliga zu erreichen.

Ab dem Sportjahr 2006 werden die Aktivitäten im RSB von der neu gegründeten SSG-Kevelaer weitergeführt, die sich aus der Hubertusgilde ausgegliedert um Sportschützen auch aus anderen Vereinen eine eigenständige Plattform zu geben.